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Wir dürfen zufrieden sein

Die Winterthurer Frauen beenden die Meisterschaft auf Platz drei. Trainerin Nadia Canonica erklärt, was gut lief - und was verbessert werden muss.

Die Enttäuschung war gross bei den Winterthurer Wasserballerinnen, als sie vor einer Woche die entscheidende Partie im Playoff-Halbfinal gegen Horgen mit 9:10 verloren hatten. Der Gewinn des vierten Meistertitels hintereinander war damit unmöglich geworden. Am Freitag erspielten sich die Winterthurerinnen mit einem 9:5 über Thun jedoch noch den dritten Platz in der Frauenliga. «Wir können zufrieden sein», findet Trainerin Nadia Canonica. «Und wir wissen nun auch, worauf wir hinarbeiten können.»

Sie habe in der zu Ende gegangenen Saison Unterschiedliches erlebt, erzählt die 28-Jährige. «Erfreuliche und motivierende, aber auch enttäuschende Momente.» Etwa den Sieg im Cupfinal - aber eben auch Momente, in denen die eigenen Erwartungen nicht erfüllt wurden, «auch in den Trainings». In der ersten Spielzeit als Trainerin habe sie in das Amt hineinfinden müssen, berichtet die frühere Centerspielerin. «Und das Team musste mich kennenlernen.» Jetzt, da der Findungsprozess vorüber ist, will Nadia Canonica vermehrt taktische Dinge verändern.

«Team beisammen halten»

Ein Blick zurück: Die Differenz zu den am Schluss besser klassierten Teams aus Basel und Horgen war klein. Sehr klein. Und das, obwohl die Winterthurerinnen in den letzten Jahren immer wieder Leistungsträgerinnen durch Rücktritt oder örtliche Veränderung verloren hatten. Auch jetzt weiss Canonica von einer Wasserballerin, die im Herbst nicht mehr mittun wird. Am Montag wird die Spielerin dies ihren Teamkolleginnen im Rahmen einer Mannschaftssitzung offiziell mitteilen.

Die Zukunft ist dennoch rosig. Fiona Schurter hat sich über den Winter zu einer Führungsspielerin entwickelt, und Zipporah Nelson, ebenfalls noch nicht 20 Jahre alt, hat am Centerback starke Leistungen abgeliefert. Zusammen mit der gleichaltrigen Linn Buob bilden sie einen Kern, der dem SCW noch lange Freude bereiten wird, sofern sie dabei bleiben. Und weitere Juniorinnen rücken nach. «Wir haben guten Nachwuchs und sind eine vollzählige Mannschaft. Darum ist es wichtig, dass wir die Spielerinnen beisammen halten können», erklärt Nadia Canonica.

Mehr Schwung im Angriff

Das Plus der Winterthurerinnen in dieser Saison: Sie verfügten über zwei starke Linkshänderinnen und trafen oft mit Freiwürfen aus der Distanz. Die Angriffe über die Centerposition waren jedoch nur selten erfolgreich. «Das Centerspiel müssen wir thematisieren», sagt Nadia Canonica: «Ich habe da schon ein paar Ideen». Zudem will die Trainerin «die Flügel besser ins Spiel bringen»: Mit mehr Bewegung und weiten diagonalen Pässen. «Aber die langen Pässe sind für uns noch schwierig.» Ende August will Canonica mit ihrem Wasserballerinnen wieder das Aufbautraining aufnehmen. Voraussichtlich im Dezember stehen dann die nächsten Ernstkämpfe an.

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