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Den Cupfinal verloren...


Den Cupfinal verloren

WASSERBALL Die Winterthurer Frauen haben sich am Samstag für den Cupfinal qualifiziert, diesen aber gegen Horgen verloren.

Es waren die ersten drei Minuten der beiden Halbzeiten, die den Winterthurer Wasserballerinnen den dritten Cupsieg in der Clubgeschichte verunmöglichten. Die Frauen aus dem SCW unterlagen am Samstag Abend in Lugano im Cupfinal Horgen 6:9. Dieses Ergebnis hätte nicht sein müssen. Aber in den 180 Sekunden nach Spielbeginn und in den 180 Sekunden nach dem Seitenwechsel kassierten die Winterthurerinnen fünf Gegentreffer und erzielten selbst kein Tor.

«Vielleicht lag es daran, dass wir während den Viertelspausen wechselten und uns wieder an­gewöhnen mussten», vermutete Teamcaptain Benigna von Ballmoos nach der Partie. «Wir müssen im Kopf bereiter sein, wacher und aggressiver in der Verteidigung. Und nicht erst, nachdem es geknallt hat.» Kaum hatte die Partie begonnen, lagen die Winterthurerinnen 0:2 zurück. Viele eigene Abschlussversuche landeten daraufhin neben dem Tor, das Spiel lief am SCW vorbei.

Schlechte Startminuten

Im zweiten Viertel aber verkürzte Yvette van Westendorp auf 2:3, Linn Buob glich aus und von Ballmoos brachte ihr Team mit einem Aufsetzer aus der Distanz in ­Führung. Die Winterthurerinnen hatten ins Spiel gefunden, beherrschten nun den Gegner und hätten kurz vor der Pause beinahe das 5:3 erzielt – doch Buob traf im letzten Angriff nur die Latte.

«Danach machten wir zwei, drei Fehler, die nicht hätten sein sollen», analysiert Trainerin Nadia Canonica, «denn da hatten wir ja aufgeholt.» Nach dem Seitenwechsel kassierten die Winterthurerinnen drei rasche Gegen­tore. «Eigentlich hätten wir eine starke Verteidigung. Aber wir ­haben zu offensiv gespielt und hatten dann hinten Löcher.»

Druck standhalten lernen

Es sei die Phase gewesen, «die uns das Genick gebrochen hat», erklärt von Ballmoos. Denn die Genauigkeit im Angriff liess weiter zu wünschen übrig. Dabei hatten die Winterthurerinnen im Halbfinal gegen Zürich noch fast jeden Wurf im Tor untergebracht. «Vielleicht lag es am Druck», vermutet Canonica. Schon in den bisherigen Partien der Meisterschaft hatte die Effizienz im Angriff gefehlt.

Und damit verbunden die Inkonstanz in den Leistungen. Exemplarisch dafür: Im Heimspiel gegen Thun vor sieben Wochen warfen die Winterthurerinnen in der ersten Halbzeit kein einziges Tor, nach der Pause aber neun. Und gegen Basel vor einer Woche machte der SCW in den zweiten 16 Minuten aus einem 3:5 ein 12:6. «Die Angriffsschwäche ist uns bewusst», sagt von Ballmoos, «die Verteidigungsprobleme aber sind neu.»

Es bleiben zwei Wochen, um sie zu beheben. Dann starten die Playoffs mit einer Halbfinalserie best-of-three gegen Thun, Basel – oder Horgen.

Stefan Kleiser

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